Zulufteinbringung über textile Quellluftauslässe, die an den Wärmequellen der Abfüllmaschinen angebracht sind
Lüftungskanäle unterhalb des Hallendachs
Kombiniertes Zu- und Abluftgerät für die Glashalle
Gebäudeautomatisation

Modernisierung des Lüftungssystems in der Glashalle

 Aus acht Tiefbrunnen werden bei den Ensinger Mineralquellen jährlich über 100 Millionen Liter Premium-Mineralwasser gefördert und abgefüllt – ein großer Teil davon in Mehrweg-Glasflaschen. Entsprechend betriebsam geht es in der sogenannten „Glashalle“ zu: Leere Flaschen und Kisten werden maschinell gespült, gereinigt, desinfiziert, befüllt, verschraubt und etikettiert. Dabei entstehen Feuchte, Wärme und Wasserdampf in der Halle – was ohne gezielte Be- und Entlüftung klimatische Bedingungen wie in den Tropen in der Halle zur Folge hätte.

Mit der Erneuerung des Hallendaches und dem gleichzeitigen Austausch der alten Lüftungsanlage sollten ganzjährige optimale klimatische Arbeitsbedingungen in der Halle geschaffen werden. Modernisierung im laufenden Betrieb Jahrzehntelange Kompetenz in der Lüftungstechnik, das wirtschaftlichste Angebot und die Manpower, den eng getakteten Zeitplan bei der Modernisierung in der (teilweise) laufenden Mineralwasserproduktion stemmen zu können, qualifizierten uns für den Zuschlag. So waren an manchen Tagen zwölf Schetter-Techniker gleichzeitig vor Ort in Vaihingen-Ensingen mit Einbau und Abstimmung der Anlage beschäftigt.

Gute Luft und ideale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in der Produktion. Um die enormen Massen an Feuchte und Wärme, die in der Produktion entstehen, permanent abzutransportieren und gleichzeitig frische Luft einzubringen, muss das neue Lüftungssystem einiges leisten. Rund 41.000 m3 /h Außenluft werden stündlich aufbereitet und je nach Bedarf erwärmt, gekühlt, entfeuchtet, 3- stufig gefiltert und in die Halle eingebracht. Dies erfolgt – zugfrei – über textile Quellluftauslässe. Diese Auslässe orientieren sich an den Wärmequellen der Abfüllmaschinen und werden in deren Nähe platziert. So bildet sich dort ein sogenannter „Kaltluftsee“, der eine effektive Aufnahme zum Abtransport der dortigen hohen Wärmelasten ermöglicht. Für einen energetisch optimierten Betrieb sorgt die in diesem Projekt neu installierte Wärmepumpe. Diese kühlt die Außenluft extrem ab (10 - 12°C), entfeuchtet damit und stellt gleichzeitig Wärme zur Vefügung um im Nacherhitzer die Luft auf Einblastemperatur (18-20°C) aufzuheizen.

 

Ansprechpartner: 
Andreas Gerst, Telefon: 07151 4015-113, E-Mail: andreas.gerst(at)schetter.de